Lindchen Cup der Chiemseeplätten 2022

Richard Kuchler gewinnt erneut auf der Fraueninsel

 

Den Abschluss der diesjährigen Segelsaison auf der Fraueninsel bildete wie immer der Lindchen Cup für Chiemseeplätten. Die Wetteraussichten waren schlecht und das Wetter in den Tagen vor der Regatta war sicher ein Grund, warum 2 Tage vor Meldeschluss erst 8 Meldungen vorlagen. Am Regattatag besserte sich jedoch das Wetter, es hörte auf zu regnen und erste Sonnenstrahlen zeigten sich.

Aus allen Himmelsrichtungen strebten die Segler am Wettfahrttag zur Fraueninsel, wo in fröhlicher Runde die Anmeldung zur Regatta im Gasthaus zur Linde stattfand. Der Vorstand des WVF Charly Zipfer begrüßte im Namen des Lindenwirts Florian Ebner die Segler, erläuterte die Wettfahrtbedingungen und die Regeln für das Plättentoto. Dann wurden die Gruppen zusammengelost und schließlich stärkten sich die Segler beim Mittagessen.

Nachdem alle Teilnehmer den traditionellen Entenbraten verspeist hatten, begaben sich die Segler zu ihren Schiffen, es wehte ein leichter Westwind. Gemeldet hatten 18 Chiemsee-plätten, die jetzt dem Startschiff auf die Ostseite der Insel folgten, wo das Regattagebiet aufgebaut wurde.

Nachdem der Regattakurs aufgebaut war und alle Teilnehmer im Regattagebiet eingetroffen waren, drehte der Wind um 90 Grad, so dass die Wettfahrtleitung um Charly Zipfer und Armin Krämmer gezwungen war, den Kurs neu aufzubauen. Gesegelt wurde ein klassischer Dreieckskurs mit 2 Runden.

Den besten Start erwischte Richard Heistracher, der an der Starttonne starten und mit Steuerbordbug vor dem ganzen Starterfeld durchsegeln konnte. Bibi Huber, der nach einigen Jahren Abwesenheit, ebenfalls wieder am Start war, hielt sich beim Start noch zurück. An der ersten Tonne führten die Segler aus der Feldwies Georg Hangel und Xaver Stephl das Feld an, so ging es auch auf den ersten Raumgang. Auf der zweiten Kreuz konnte sich der Sieger der Georg-Klampfleuthner-Gedächtnis-Regatta, Richard Kuchler, CYC, an die Spitze des Feldes setzen. Diesen Vorsprung gab er auf der zweiten Vorwindstrecke auch nicht mehr her und überquerte als Erster die Ziellinie. Durch konsequentes Segeln und gute Geschwindigkeit kam Bibi Huber, WVF, als zweites Schiff ins Ziel, Dritter wurde Georg Hangel vom SCCF.

Die weiteren Platzierungen: 4. Florian Lex, WVF; 5. Hans Fenzl, SRV; 6. Peter Heistracher, WVF; 7. Xaver Stephl, SCCF; 8. Richard Heistracher, WVF; 9. Gerhard Bodenmüller, SCCF; 10. Gerald Metz, WVF; 11. Raphael Betzler, WVF; 12. Klaus Ballerstedt, SRV; 13. Dr. Conny Stapff, YCU; 14. Michael Reithmaier, SRV; 15. Nikolaus Arpe, SCBC; 16. Wolfgang Schaffner.

Abends fand dann im Clubhaus des WVF die Siegerehrung statt. Der besondere Reiz des Lindchen Cups liegt in der Gruppenwertung, wo es immer wieder zu Überraschungen kommt. Sieger in der Mannschaftswertung wurde die Mannschaft Bibi Huber, Georg Hangl, Florian Lex und Michael Reitmaier. Zweiter wurde die Mannschaft Richard Kuchler, Xaver Stephl, Raphael Betzler und Nikolaus Arpe. Dritter wurde die Mannschaft Richard Heistracher, Hans Fenzl, Gerhard Bodenmüller und Conny Stapff.

 

 

Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel 2022

Chiemsee Meisterschaft bleibt spannend  – Thomas Frank siegt bei Weitsee Rennerts

Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel ist der vorletzte Lauf der Chiemsee-Meisterschaft und folglich wird es immer spannender, wer die Chiemsee Meisterschaft gewinnen wird.

Wie üblich waren die Meldungen eine Woche vor der Regatta noch verhalten, am Monntag vor der Regatta hatten lediglich 26 Schiffe gemeldet. Zwar stiegen dann die Meldezahlen täglich an, aber aufgrund der Wettervorsage für den Regattatag meldeten insgesamt nur 60 Schiffe, wobei an Regattatag noch einige Teilnehmer absagten bzw. nicht antraten. Am Startschiff auf dem Weitsee fanden sich schließlich insgesamt 50 Schiffe ein. Wie bei den allen Regatten der diesjährigen Chiemsee-Meisterschaftsserie gab es vor der Regatta kein Frühstück und auch keine Steuermannsbesprechung. Die Meldung konnte nur online erfolgen, das Meldegeld war zu überweisen.

Angekündigt von der Wettervorhersage waren gute Windverhältnisse mit Dauerregen. Die Teilnehmer erreichten alle pünktlich das Startgebiet, wo bereits die Startlinie aufgebaut wurde und die Regatta fast pünktlich gestartet werden konnte.

Das Weitsee Rennerts weicht von den anderen Läufen der Chiemsee Meisterschaft ab, da es vom Kurs her der einzige Lauf ist, bei dem ein klassischer Kurs wie bei den Einheits- klassenregatten, nämlich ein Up and Down gesegelt wird. Die Startlinie muss lotrecht zum Wind ausgelegt werden und die Luvtonne genau in Windrichtung. Die Kurslänge lag insgesamt bei 8,5 sm. Es herrschte Westwind mit ca. 4 BF, die Startlinie war genau richtig gelegt, so dass sich das Starterfeld über die ganze Linie verteilte. Trotzdem kam es zu einem Frühstart eines Teilnehmers, weshalb vom Wettfahrtleiter Hannes Niggl von der Fraueninsel das Einzelrückrufsignal gegeben wurde. Den besten Start erwischte Vincent Hoesch vom WVF auf seinen Schärenkreuzer, der ganz nah am Startschiff das Rennen eröffnete.

An der 1. Bahnmarke führten jedoch dann bereits die schnellen Mehrrumpfboote, an erster Stelle Thomas Frank vom WVF auf sein Flyer XL, gefolgt von Peter Braun vom SRS, ebenfalls mit einem Flyer XL. Dann folgt schon die ersten Einrümpfer, nämlich die schellen Sportyachten mit Peter Wiesner vom WVF auf einer Asso 99 und SKH Luitpold Prinz von Bayern vom BYC, ebenfalls mit einer Asso 99. Von der Luvtonne zurück zur Leetonne konnten sich dann die Mehrrumpfboote vom Feld absetzen, aber auch die beiden Assos 99 bauten Ihre Führung vor dem Rest des Feldes aus.

Der in Führung liegende Thomas Frank auf Flyer XL segelt souverän dem Sieg entgegen und konnte als Erster nach gut einer Stunde Segelzeit die Ziellinie überqueren. Peter Braun erreichte das Ziel mit einem Abstand von 7 Minuten, was auch daran lag, dass er auf dem 2. Vorwindgang kenterte, sein Schiff aber selbst wieder aufrichten konnte.

Bei den Einrumpfbooten aus der Gruppe der schnellen Rennyachten überquerte als Erste die Ziellinie Peter Wiesner auf Asso 99 vor Luitpold von Bayern und Johannes Koch, WVF, ebenfalls auf einer Asso 99. Stark segelte auch wieder Norbert Kerl vom SCPC mit seinem 20 er Jollenkreuzer mit seiner Mannschaft Stefan Hammermüller und Thomas Lex

Der Sieger des letzten Laufes der Chiemsee Meisterschaft, der Feldwieser Langstrecke, Ernst Winkler vom VSaC hatte kurz vor dem Ziel einen Mastbruch und konnte somit das Rennen nicht beenden und auch der Chiemsee Meister des letzten Jahres Peter Wernsdörfer vom BSCF kam nicht ins Ziel, da er auf der 2. Kreuz bei einer Wende kenterte. Ebenfalls aufgeben auf der 2. Kreuz musste Vincent Hoesch aufgrund eines massiven Wassereinbruchs im Schiff.

  • In der Gruppe der Mehrrumpfboote siegte nach berechneter Zeit Thomas Frank vom WVF vor Peter Braun vom SRS und Robert Sterf vom SCPC.
  • In der Gruppe der Rennyachten siegte Peter Wiesner vor Luitpold Prinz von Bayern (beide Asso 99) vor Robert Kolbinger mit einem Joker.
  • In der Gruppe der Performance Yachten gewann Markus Reger vom CYC vor Frank Eisheuer vom SCPC und Reinhard Eisheuer, SCBC.
  • In der Gruppe der Cupper siegte wieder der ehemalige Chiemsee Meister Richard Buchner auf seiner Bavaria 34 speed vor Dr. Sibylle Eisenlohr und Christian Dörfler, beide CYC.
  • Bei den Racern gewann Arndt Brendecke vom SCCF, vor der Jugendmannschaft um Rosalie Bodler vom SCPC und Olaf Kaspryk.
  • In der Gruppe der Einheitsklasse siegte Norbert Kerl vom SCPC vor Max Froelich vom SCCF und Nicole Knauer vom YCG.
  • Bei der Gruppe der J 80 gewann erneut Cornelius Ottenjann vom MYC vor Georg Lampe und Rolf Chroback, beide DHH.
  • Die Gesamtwertung als schnellstes Schiff nach berechneter Zeit über alle Klassen ging heuer an Thomas Frank, der damit auch Clubmeister des WVF wurde. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Peter Wiesner vor SKH Luitpold Prinz von Bayern.

Gesamtwertung      /     Gruppenwertung

 

 

 

 

 

Georg Klampfleuthner Gedächtnisregatta der Chiemseeplätten 2022

 

 

Richard Kuchler vom CYC gewinnt Georg-Klampfleuthner-Gedächtnis-Regatta auf der Fraueninsel

Am Samstag 30.7. fand auf der Fraueninsel die zweite Regatta der Chiemseeplätten in der Saison 2022 statt.

Die Bootsklasse der Chiemseeplätten feiert dieses Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Im Jahr 1932 wurde auf Initiative von E. von Beulwitz (Präsident des CYC) vom Chiemsee Yacht Club e.V. und vom Wassersportverein Fraueninsel e.V. die Chiemsee-Einheitsklasse (jetzt Chiemseeplätte) entwickelt und erste Pläne gezeichnet. Ursprünglich war die Einheitsklasse nur offen für Mitglieder des CYC, des WVF, des Akademischen Segelklubs München und des Hochseesport-Verbandes. Nach langen Bemühungen der Klassenvereinigung wurde die Chiemseeplätte heuer vom Deutschen Seglerverband als Einheitsklasse anerkannt.

Zur Georg-Klampfleuthner-Gedächtnis-Regatta hatten 16 Chiemseeplätten gemeldet, bei den Chiemseeschratzen hatte nur ein Schiff gemeldet, das dann aber mangels Konkurrenz auf einen Start verzichtete.

Aufgrund der sehr guten Windverhältnisse erreichten alle Teilnehmer pünktlich zur Begrüßung und Steuermannsbesprechung die Fraueninsel. Da der Wind immer stärker wehte und die Starkwindwarnung vom Wetterdienst ausgelöst wurde, wurden die Teilnehmer vom Wettfahrtleiter Hannes Niggl bei der Steuermannsbesprechung erst einmal auf eine Startverschiebung eingestimmt.

Um die Mittagszeit ließ der Wind dann etwas nach, so daß sich der Wettfahrtleiter zum Auslaufen entschied, der Regattakurs wurde zügig aufgebaut und die Regatta gestartet. Wie heiß die Segler auf die Regatta waren, zeigte sich schon beim Start, da sich das Teilnehmerfeld zum Start dicht an der Startlinie drängte. Den besten Start erwischte der Bürgermeister der Fraueninsel Armin Krämmer, der an der ersten Tonne das Feld anführte. Gesegelt wurde ein Dreieckskurs. Auf dem anschließenden Raumgang konnte Armin Krämmer seinen Vorsprung aber nicht halten und musste Richard Kuchler vom CYC und Gerald Metz vom WVF passieren lassen.

Auf dem zweiten Kreuz frischte der Wind immer mehr auf und so waren die Teilnehmer froh, ins Ziel zu kommen und damit die Wettfahrt zu beenden. Sieger der Wettfahrt wurde Richard Kuchler vom CYC vor Gerald Metz vom WVF und dem Plättenneuling Andreas Thiemann, ebenfalls CYC. Der Sieger der von Beulwitz Regatta beim CYC Richard Heistracher konnte sich mit seiner Rakete diesmal nicht im vorderen Bereich platzieren. Trotz des starken Windes gab es aber keine Kenterungen oder Ausfälle.

Da beim Zieldurchgang der Wind zwischenzeitlich auf 6 BF aufgefrischt hatte, entschied sich der Wettfahrtleiter, die Teilnehmer in den Hafen segeln zu lassen und auf ein Nachlassen des Windes zu warten. Eine weitere Wettfahrt konnte dann aber nicht mehr durchgeführt werden.

Bei der Siegerehrung Abends im Clubhaus des WVF herrschte gute Stimmung. Anläßlich des Jubiläums wurde den Teilnehmer ein Tonteller als Erinnerungspreis von den beiden Vereinsvertretern Dr. Matthias Gebauer vom CYC und Charly Zipfer vom WVF übergeben. Das Plättensegel, das von der Klassenvereinigung gespendet wurde, gewann Xaver Stephl vom SCCF.

 

Die Ergebnisse:

1. Richard Kuchler, CYC; 2. Gerald Metz, WVF; 3. Andreas Thiemann, CYC; 4. Hans C. Schwankner, SRV; 5. Armin Krämmer, WVF; 6. Walter Schmid, CYC; 7. Xaver Stephl, SCCF; 8. Florian Lex, WVF; 9. Peter Heistracher, WVF; 10. Korbinian Peters, WVF; 11. Richard Heistracher, WVF; 12. Alexander Eckert, YCN; 13. Klaus Ballerstedt, SRV; 14. Gerhard Bodenmöller, SCCF

 

Gesamtergebnis manage2sail

 

 

 

30.07.2022

 

Fraueninseler H-Boot-Trophy 2022

18.06. und 19.06.2022

 

Philipp Ullherr vom Chiemsee Yacht Club gewinnt auch auf der Fraueninsel

Einen guten Lauf hat zur Zeit der einzige noch aktive H-Boot-Segler vom Chiemsee, Phlipp Ullherr. Schon im Vorjahr hatte Ullherr bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft während der Traunsee-Woche hinter dem damaligen Gesamtsieger Dirk Stadler vom SR Simssee mit einem Punkt Rückstand den zweiten Platz belegt. Heuer siegte Ullherr bei der Harrasser Kanne des Chiemsee Yacht Clubs und ließ bei der Fraueinsler H-Boot Trophy einen weiteren Sieg folgen. Dirk Stadler war nicht mehr angetreten.

Auch bei dieser H-Boot Regatta hatten die zehn H-Boot-Segler und der veranstaltende WVF mit dem Wind zu kämpfen. Doch es gelang der hervorragenden Wettfahrtleitung um Hannes Niggl und Frank Stracke zwei der fünf geplanten Wettfahrten durchzubringen. Nachdem am ersten Tag keine Wettfahrt zusammenging, mussten die Segler am nächsten Tag um acht Uhr früh auslaufen und konnten bei wunderbarem Südwind von bis 5 Beaufort in der Feldwieser Bucht die erste Wettfahrt segeln. Bei der zweiten Wettfahrt ließ der Wind zwar etwas nach, dank einer rechtzeitigen Bahnabkürzung konnte aber auch diese Wettfahrt ins Ziel gebracht werden.

Die Mannschaft Philipp Ullherr, Stefan Freitag und Bernd von Hoermann vom CYC ließ nichts anbrennen, im ersten Lauf führte sie nach der ersten Runde knapp vor Hans Reile vom SRS, der auf dem zweiten Vorwindkurs noch den Sportwart der Klassenvereinigung Peter Zauner vom YCSS an sich vorbeiziehen lassen musste. Die zweite Wettfahrt bei nachlassendem Südwind von noch 3 Beaufort brachte das gleiche Endergebnis.

Damit sicherte sich die Mannschaft Ullherr, Freitag, von Hoermann mit zwei Laufsiegen auch den Gesamtsieg. Ebenfalls sehr konstant mit zwei 2. Plätzen segelte die Mannschaft Peter Zauner, Merlin Gutemann und Elke Zauner vom YCSS. Gut schlugen sich auch die vier Mannschaften des Segler- und Ruderclubs Simssee, Gesamtrang drei belegte die Mannschaft Hans Reile, Christa Reile, Stephan Mayer mit den Einzelplätzen drei und vier. Hinter Helmut Settele, Daniel Settele, Harald Beer vom Herrschinger Segelclub segelten Gerd Diederich, Angie Diederich vom SRS auf Gesamtplatz fünf vor ihrem Clubkameraden Johann Dinzenhofer, Iris Becker, Michael Simon.

Der Segler- und Ruderclub Simssee war übrigens mit 4 Schiffen auf der Fraueninsel vertreten, was bei der Siegerehrung ausdrücklich vom Vorstand des WVF herausgestellt wurde. Die Segler selbst waren begeistert, dass sie trotz der dominierenden Schönwetterlage zwei Wettfahrten bei hervorragenden Bedingungen segeln konnte. Einige der Teilnehmer haben sich auch aufgrund des Rahmenprogramms bereits wieder für das nächste Jahr angemeldet.

Gesamtergebnis manage2sail

 

 

 

Asso Cup 2022

26. – 29. Mai 2022

 

Damenmannschaft gewinnt Asso Cup 2022 auf der Fraueninsel

Die Regattasaison auf der Fraueninsel startete am verlängerten Wochenende 26. bis 29. Mai 2022 mit dem Asso Cup der Klasse Asso 99. Die Asso 99 ist eine Bootsklasse, die mit 6 Mann Besatzung gesegelt wird und die ihren Schwerpunkt früher am Gardasee hatte, auch dort gebaut wurde und bekannt ist für Mannschaftssport und hohes Geschwindigkeitspotential bei Wind. Gemeldet hatten 13 Schiffe. Auch eine reine Damenmannschaft sowie eine Mannschaft aus Frankreich fanden den Weg an den Chiemsee.

Nach Einkranen der Schiffe in der Stippelwerft und Schlepp auf die Fraueninsel wurden die Teilnehmer vom Vereinsvorstand begrüßt und den Spendern von der Brauerei Kaltenberg und dem Hofbräuhaus Traunstein für das Freibier gedankt.

Der 1. Start der Asso Klasse war für Donnerstag um 13.30 Uhr vorgesehen und schon bei der Steuermannsbesprechung zeichnete sich ab, dass guter Segelwind herrschen würde. So ließ der Wettfahrtleiter Frank Stracke die Teilnehmer zügig auslaufen, baute die Startlinie auf und startete pünktlich die 1. Regatta. Sieger der 1. Regatta wurde die Mannschaft von Annina Wagner vom Potsdamer Yachtclub, die auch die zweite Wettfahrt gewann.

Hervorragende Windverhältnisse

Die Windvorhersage für den 2. Wettfahrttag war hervorragend, so daß der Wettfahrtleiter die Teilnehmer nach dem obligatorischen Weißwurstfrühstück zügig auslaufen ließ. Bei wunderbaren Windverhältnissen konnten vier Wettfahrten gesegelt werden. Sieger der dritten Wettfahrt wurde Luitpold Prinz von Bayern, die vierte Wettfahrt gewann Christoph Müller vom CYC, die fünfte Wettfahrt gewann Kai Krause vom VSaC, während die 6. Wettfahrt wieder an Annina Wagner ging, die damit auch Gesamtführende nach dem 2. Wettfahrttag war, knapp gefolgt von Luitpold von Bayern.

Der abschließende nächste Wettfahrttag musste jetzt die Entscheidung bringen. Mit einem hervorragenden Start-Ziel-Sieg konnte Luitpold von Bayern den Abstand zur Gesamtführenden verkürzen, die am Samstag wegen eines Mannschaftswechsels erst wieder in Fahrt kommen musste. Die achte und neunte Wettfahrt gewann die Damenmannschaft um Annina Wagner jedoch trotz zunehmendem Wind überzeugend und sicherte sich mit 5 ersten Plätzen den Gesamtsieg von Luitpold Prinz von Bayern und Christoph Müller.

Es wurde fair gesegelt und lange gefeiert

Trotz spannender Rennen mit brisanten Tonnenrundungen und teilweise knappen Zieleinläufen wurde insgesamt sehr fair gesegelt, es kam zu keinen Protesten. Nachdem die 9 Wettfahrten aufgrund der hervorragenden und für den Chiemsee eher unüblichen sehr guten Windverhältnissen innerhalb dreier Tage durchgeführt werden konnten, fand noch am Samstag Abend die Preisverteilung im Clubhaus des WVF statt, begleitet von einer Musikband. Die Stimmung unter den Teilnehmern war hervorragend und die Party dauerte bis spät in die Nacht.

 

Gesamtergebnis:

Platz 1: Annina Wagner (Potsdamer Yacht Club), Inga Böhnert, Isa Göltzer, Meike Springmann, Fee Colella, Luisa Tripp, Laura Lobstein

Platz 2: Luitpold Prinz von Bayern (Bayerischer Yachtclub), Peter Prög, Mucki Binder, Frank Weigelt, Moritz Ostermeier, Benjamin Gleich

Platz 3: Christoph Müller (Chiemsee Yacht Club), Max Grawe, Moritz Fricke, Simon Tripp

Platz 4: Kai Krause (VSaC)

Platz 5: Peter Wiesner (WVF)

Gesamtergebnis manage2sail

 

 

 

Lindchen Cup 2021

Rainer Gutjahr gewinnt Lindchen Cup 2021

Den Abschluss der diesjährigen Segelsaison auf der Fraueninsel bildete wie immer der Lindchen Cup für Chiemseeplätten und Chiemsee Schratzen. Die Wettervorhersage hatte Föhn mit starkem Südwind angekündigt und tatsächlich war traumhaftes Wetter. Aus allen Himmelsrichtungen strebten die Segler zur Fraueninsel, teils im Schleppzug, teils mit dem Wind in stürmischer Fahrt.

Trotz des starken Windes erreichten alle Teilnehmer wohlbehalten die Fraueninsel, wo in fröhlicher Runde das Meldeprocedere in der Linde stattfand. Der Vorstand des WVF Charly Zipfer begrüßte im Namen des Lindenwirts Florian Ebner die Segler, erläuterte die Wettfahrtbedingungen und die Regeln für das Plättentoto. Dann wurden die Gruppen zusammengelost und schließlich stärkten sich die Segler beim Mittagessen.

Nachdem alle Teilnehmer den traditionellen Entenbraten verspeist hatten, begaben sich die Segler zu ihren Schiffen, der Wind hatte zwischenzeitlich etwas nachgelassen. Gemeldet hatten 25 Plätten und 3 Schratzen, die dem Startschiff auf die Ostseite der Insel folgten, wo das Regattagebiet aufgebaut wurde.

Es dauerte zwar etwas bis alle Segler das Startgebiet erreicht hatten. Wie bei der Steuermannsbesprechung angekündigt wurde die Wettfahrt vom Wettfahrtleiter Hannes Niggl dann aber zügig gestartet. Gesegelt wurde ein klassischer Dreieckskurs mit 2 Runden.

Den besten Start hatte Rainer Gutjahr vom CYC, der kurz nach dem Start bereits auf Steuerbordbug umlegen und vor dem ganzen Startfeld durchsegeln konnte. Beim Start ließ jedoch der Wind nach, so dass es teilweise über eine Minute dauerte, bis alle Segler die Startlinie überquert hatten. Zum nachlassenden Wind kamen nun auch noch erste Flautenlöcher, so dass an der Luvtonne Georg Hangel vom SCCF den lange führenden Rainer Gutjahr ablöste. Bei den Chiemsee Schratzen führte der letztjährige Chiemseemeister Peter Wernsdörfer mit seinem Vorschoter Baptist Aufschneider vom BSCF das Feld an.

 

Spannender Zieleinlauf

In der Reihenfolge kam es auf den folgenden Kursen zu keinen größeren Veränderungen mehr bis zum Ende der 2. Runde. Nachdem die führenden Schiffe Peter Wernsdörfer bei den Schratzen und Rainer Gutjahr bei den Chiemseeplätten die Raumtonne passiert hatten, schlief der Wind vollends ein und die Wettfahrtleitung spielte bereits mit dem Gedanken, die Regatta abzukürzen. Nach einigen Minuten des Wartens kam dann nochmal frischer Wind aus dem Achental auf, der die hinteren Schiffe auflaufen ließ, so dass sich ein Feld von ca. 10 Schiffen um die letzte Tonne drängte bevor es auf die Zielkreuz ging. An der letzten Tonne führte bei den Chiemseeplätten Florian Lex vom WVF. Auf der Zielkreuz schaffte es dann aber Rainer Gutjahr wieder an Florian Lex vorbeizuziehen da dieser durch zwei Schratzen abgedeckt wurde.

Sieger der Wettfahrt wurde somit Rainer Gutjahr vor Florian Lex und Georg Hangel. Die weiteren Platzierungen: 4. Helmut Pfaffenberger vom SCStS; 5. Gerhard Bodenmüller, SCCF; 6. Peter Heistracher, WVF; 7. Gerd Eisenblätter, YCAm; 8. Richard Kuchler, CYC; 9. Klaus Ballerstedt, SRV und 10. Richard Heistracher vom WVF

Bei den Schratzen gewann Peter Wernsdörfer vor Sepp Leitner, BSCF und Horst Barhainski vom CYC.

Abends fand dann in der Linde auf der Fraueninsel die Siegerehrung statt. Der besondere Reiz des Lindchen Cups liegt in der Gruppenwertung, wo es immer wieder zu Überraschungen kommt. Sieger in der Mannschaftswertung wurde die Mannschaft Richard Heistracher, Peter Wernsdörfer, Robert Hein, Conny Stapff, Gerhard Bodenmüller und Helmut Pfaffenberger. Zweiter wurde die Mannschaft Rainer Gutjahr, Sepp Leitner, Klaus Ballerstedt, Gerd Eisenblätter, Tobias Neuhann, Armin Krämmer und Peter Voith. Dritter wurde die Mannschaft Georg Hangel, Horst Barhainski, Tobias Niggl, Florian Lex, Peter Heistracher, Thomas Eizenhöfer, Gerhard Püschel.

Weitsee-Rennerts 2021

21. August 2021

Die Chiemsee Meisterschaft 2021 bleibt spannend

Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel ist der vorletzte Lauf der Chiemsee-Meisterschaft und folglich wird es immer spannender, wer die Chiemsee Meisterschaft gewinnen wird.

Wie üblich waren die Meldungen eine Woche vor der Regatta noch verhalten, am Samstag vor der Regatta hatten lediglich 20 Schiffe gemeldet. Wenn auch der Veranstalter aufgrund der Pandemielage nicht mit den Meldezahlen des Jahres 2019 rechnete, 2020 war das Weitsee Rennerts ausgefallen, so war dies doch enttäuschend. Während der Woche vor der Regatta stiegen die Meldezahlen ebenso wie die Inzidenzzahlen kontinuierlich an. Letztlich fanden sich dann 70 Schiffe mit Mannschaft am Samstag früh beim Startschiff auf dem Weitsee ein.

Wie bei den ganzen Regatten der diesjährigen Chiemsee-Meisterschaftsserie gab es vor der Regatta kein Frühstück und auch keine Steuermannsbesprechung. Die Meldung konnte nur online erfolgen, das Meldegeld war zu überweisen. Die Segelanweisung wurde im Internet veröffentlicht. Die Corona Auflagen wurden auch auf dem Wasser beachtet, so waren z.B. die Funktionsboote des Veranstalters alle nur mit 2 Personen besetzt.

Angekündigt war leichter Wind aus Osten. Im Gegensatz zu den Vorjahren erreichten die Teilnehmer jedoch alle pünktlich das Startgebiet, wo bereits die Startlinie aufgebaut war, so dass die Regatta pünktlich um 11.05 Uhr gestartet werden konnte.

Das Weitsee Rennerts weicht von den anderen Läufen der Chiemsee Meisterschaft ab, da es vom Kurs her der einzige Lauf ist, bei dem ein klassischer Kurs wie bei den Einheits- klassenregatten, nämlich ein Up and Down gesegelt wird. Die Startlinie muss lotrecht zum Wind ausgelegt werden und die Luvtonne genau in Windrichtung.

Es herrschte leichter Ostwind, der während des Startvorgangs auf Nordost drehte, so dass sich das Starterfeld an der Starttonne sammelte und es dort zu einem Gedränge kam. Den besten Start erwischte Robert Kolbinger vom SRV auf seinem Joker, während sich die schnellen Cats erst freisegeln mussten.

An der Luvtonne waren dann aber schon die schnellen Katamarane und die großen Sportyachten in Führung. Erstes Schiff an der 1. Bahnmarke war Uli Bauer vom CYC auf seinem Catamaran, gefolgt von Peter Wernsdörfer mit seiner Rennjolle und David Grottendieck auf Streamline. Robert Egner vom SRS auf seinem Flyer Foil rundete erst als siebtes Schiff die Luvtonne.

Von der Luvtonne zurück zur Leetonne konnten sich dann die Mehrrumpfboote an die Spitze des Feldes setzen, Robert Kolbinger verbesserte sich von Platz 10 auf Platz 7. An der Leetonne führte Robert Egner vor Uli Bauer vom CYC und Thomas Frank vom WVF.

Die Wettfahrtleitung mit Hannes Niggl kürzte die Wettfahrt nach der ersten Runde ab, nachdem der Wind deutlich nachließ.

Die Führung gaben die Mehrrumpfboote dann auch auf der Zielkreuz nicht mehr ab. Erstes Schiff im Ziel nach einer guten Stunde Segelzeit war Robert Egner vom SRS, vor Uli Bauer und Thomas Frank. Als viertes Schiff überquerte Peter Braun ebenfalls SRS die Ziellinie vor Friedl Liese vom Catclub. Das erste Einrumpfboot war Uwe Rammelsberger vom LYCC vor dem siebtplazierten Robert Kolbinger. Das letzte Schiff überquerte die Ziellinie nach ca. 3 Stunden Segelzeit.

 

Ergebnisse

In der Gruppe der Mehrrumpfboote siegte nach berechneter Zeit Robert Egner vom SRS vor Uli Bauer und Thomas Frank.

In der Gruppe der Rennyachten siegte Uwe Rammelsberger vor Robert Kolbinger und Thorsten Brandt.

In der Gruppe der Performance Yachten gewann Michaela Jansen vom CYC vor Ingo Hesse und Reinhard Eisheuer.

In der Gruppe der Cupper siegte wie bereits 2019 Sepp Mittermaier vom SCCF vor Richard Bucher und Dirk Thomas.

Bei den Racern gewann Bernhard Daxenberger vom SCBC vor dem Sportwart vom SCCF Arndt Brendecke und Gerhard Inninger vom BSCF.

In der Gruppe der Einheitsklasse siegte ebenfalls wie 2019 Max Fröhlich auf seiner Tempest vor Patrick Bornikoel und Harald Leissl auf Star.

Bei der Gruppe der J 80 gewann Cornelius Ottenjann vom MYC vor Philipp Ott und Erik Techem, beide DHH.

Die Gesamtwertung als schnellstes Schiff nach berechneter Zeit ging heuer an Robert Egner, Clubmeister des WVF wurde Thomas Frank.

Lindchen-Cup der Chiemseeplätten am 3.10.2020

Bergfex, Kachelmann oder Windfinder? – Der diesjährige Sieger des Lindchen-Cups war ein Wetterdienst

 

Mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept hatte sich der WVF den diesjährigen Corona-Auflagen gestellt und auch in dieser regattaarmen Segelsaison mutig zum Lindchencup eingeladen. Wie jedes Jahr am 3. Oktober traf man sich auf der Fraueninsel im Gasthof zur Linde. Die angenehmen Temperaturen mit föhnigem Südostwind machten es möglich, draußen im Biergarten zu sitzen.

Die Wetter-Prognosen für diesen Tag waren allerdings sehr unterschiedlich ausgefallen. Während der Bergfex einen südöstlichen 2er Wind versprochen hatte, hatte Kachelmann vor dem Zusammenbrechen des Föhns und Starkwindböen von Westen ausgerechnet um die Mittagszeit gewarnt.

In der Linde wurden inzwischen die Mannschaften für das Plättentotto zusammengelost. Schon dieses Procedere gestaltete sich als etwas schwierig, weil bereits während der Anfahrt zur Fraueninsel das erste Boot (ein Schratz) gekentert war und nun etwas mathematische Fähigkeiten gefordert waren, denn die zwei verbliebenen Schratzen mussten auf fünf Gruppen verteilt werden. Als dieses Kunststück gelungen war, konnten unsere Seebrucker und Feldwieser, die ihre Boote in weiser Voraussicht an der Ostseite festgemacht hatten, in Ruhe ihren traditionellen Entenbraten genießen.

Die Segler vom Westufer aber, die vor dem Essen noch kurz nach dem Rechten hatten schauen wollen, mussten auf die Ente verzichten und kämpften anschließend um den Erhalt ihrer Boote. Der Wind hatte mittlerweile gedreht und eine Stärke von 5 bis 7 Bft erreicht, schnell waren die Wellen höher geworden und ließen die Plätten heftig gegen den Steg stampfen.

 

Vermessen oder unvermessen, diese Frage war an diesem Tag kein Thema mehr. Bei der Sicherung der Plätten rückten alle Segler aktiv zusammen. Rainer musste sogar ins kalte Wasser springen, um eine Plätte am Zerschellen vor den Uferfelsen zu bewahren (ihr Bugbeschlag war durch den hohen Seegang ausgerissen und sie trieb unaufhaltsam aufs Ufer zu).Dann warteten wir und hofften auf das Nachlassen des Windes, um doch noch Regatta segeln zu können. Um kurz nach vier kam schließlich die Entscheidung, dass man nicht mehr starten würde.

Gemeinsam wurden daraufhin alle Plätten entweder an die Ostseite geschleppt oder an Land gesichert. Mit dem Motorboot brachte der Inselbürgermeister Armin Krämmer persönlich die Segler sicher zu ihren Heimathäfen.

 

Wir wollten heimsegeln. Kachelmann hatte ab 17.00 Uhr plättenangemessene Windbedingungen vorhergesagt, aber fürsorglich warnte man uns, den sicheren Heimweg auf dem Motorboot zu wählen – auch angesichts der dunklen Regenwand, die im Westen aufzog. Kaum befanden sich die Plätten auf dem Trockenen und wir uns auf dem Motorboot, ließ der Wind nach. Der Kachelmann hatte wieder Recht gehabt!Auch ohne Regatta war der Tag spannend. Wir haben viel gelernt (dass man z.B. darüber nachdenken sollte, auf welcher Seite der Insel man seine Plätte befestigt), und nächstes Jahr werden auch wir unseren Entenbraten wieder genießen.

Danke an alle, vor allem natürlich an Charly mit seiner Crew vom WVF, der auch unter diesen schwierigen Bedingungen seine gute Laune behielt.
Das Startgeld und die Wetteinlagen warten nun auf ihren Einsatz im nächsten Jahr.

Conny Stapff und Frauke Vieregg

Eugen von Beulwitz Plättenpreis CYC

Matthias Gebauer gewinnt Eugen v. Beulwitz Plättenpreis  2020

Mit dem 2020 zum zweiten Mal ausgetragenen Eugen von Beulwitz Preis der Chiemseeplätten konnte der Chiemsee Yacht Club am Sonntag, den 13.9. endlich seine insgesamt zweite Regatta nach der Corona-Zwangspause starten.

Mit diesem Preis ehrt der CYC seinen ehemaligen 1. Vorsitzenden Eugen von Beulwitz, der 1932 mit seinem Antrag, die Chiemseeplätte zur Einheitsklasse zu erklären, vermutlich europa- wenn nicht sogar weltweit noch vor der Olympia-Jolle die erste Jollen-Einheits-Regattaklasse ins Leben rief.

Sportwart Florian Ihrenberger und Wettfahrtleiter Jonathan Schraube begrüßten bei spätsommerlichem Kaiserwetter immerhin 13 Chiemseeplättensegler aus Bayern und Österreich, die der Ausschreibung für vermessene und noch nicht vermessene Chiemseeplätten gefolgt waren. Am Nachmittag war Ostwind zwischen 4 und 9 Knoten angesagt, aber allein der Corona konforme, aber nichts desto trotz rege, fachliche Austausch über die hölzernen Pretiosen von Schiffen und deren Vermessungsdetails auf der Sonnenterrasse mit See- und Bergblick wäre auch ohne Wind am Vormittag schon die Anfahrt wert gewesen.

Aber es sollte mit drei Wettfahrten doch noch besser kommen.

 

Am frühen Nachmittag setzte der erwartete Ostwind ein und die auslaufenden Schiffe erreichten zügig die Regattabahn südlich der Herreninsel. Ebenso flott schickte die junge Wettfahrtleitung mit Jonathan Schraube als Wettfahrtleiter, unterstützt von Lorenz Fischer und Anna Hiltmann die Segler, mit Einzelrückruf beim ersten Start, auch schon auf den für Chiemseeplätten gut dimensionierten Dreieckskurs.

Revier- und Windkenntnis zahlten sich hier aus, denn die ostlagentypische komprimierte Windumströmung der Herreninsel bevorteilte zeitweise einen inselnahen Linkskurs und würfelte die Plätze entsprechend durcheinander. Bootsbauer Peter Heistracher (WVF) fuhr gefolgt von Dr. Matthias Gebauer (CYC) und Richard Kuchler (CYC) als erster über die Ziellinie.

Der stabile Wind ließ sofort eine zweite Wettfahrt zu, die diesmal von Matthias Gebauer vor Gerald Metz (WVF) und Cornelia Stapff (YCU) gewonnen wurde. Die ambitionierte Wettfahrtleitung schickte die Schiffe mit einem dritten Start nach 16 Uhr noch einmal auf den mittlerweile leicht verkürzten Kurs. Mit wieder einem Einzelrückruf beim Start glitten die Traditionsklassiker noch ein drittes und letztes Mal in der Spätnachmittgssonne über den goldglitzernden See gen Herrenchiemsee. Wieder lohnte sich die inselnahe Taktik bei nun kontinuierlich abflauendem Wind. Mit Flagge Sierra verkürzt endete in der zweiten Runde an der Luvtonne die letzte Wettfahrt. Diesmal mit Gerald Metz an der Spitze dicht gefolgt von Matthias Gebauer und Peter Heistracher an dritter Position.

Bei der Corona konformen Siegerehrung am Flaggenmast im Anschluss an die Regatta gratulierte der 1. Vorsitzende des CYC Hermann Wimmer den Seglern. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst viele Plättensegler am und um den Chiemsee herum die 88-jährige Tradition der Chiemseeeinheitsplätte mit der Vermessung ihrer Schiffe unterstützen und zahlreich an den zukünftigen Wettfahrten teilnehmen mögen.

Mit den stabilen Platzierungen 2-1-2 gewann Dr. Matthias Gebauer (CYC) den von ihm gestifteten Wanderpreis vor dem Vorjahressieger Gerald Metz 4-2-1 (WVF) und Peter Heistracher 1-6-3 (WVF) und somit gingen die Stockerlplätze allesamt an bereits vermessene Originalplätten. Den 4. Platz in der Wertung mit Vermessungsplakette sicherten sich Hanns Christof Schwankner (SRV), 5. Klaus Ballerstedt (SRV), 6. Richard Heistracher (WVF), 7. Charly Zipfer (1. Vorsitzender WVF), 8. Rafael Betzler (WVF), 9. Andreas Holderer (WVF) und 10. Roland Strasser (WVF). In der Gesamtwertung fuhren Richard Kuchler (CYC) einen guten 4. Platz und Cornelia Stapf (YCU) einen 5. Platz mit noch nicht vermessenen Plätten ein.

Wenn auch einige Lokalmatadoren bei den neuen Wettfahrtformaten von vermessenen und noch nicht vermessenen Chiemseeplätten fehlten, glänzte der Chiemsee Yacht Club mit einer rundum gelungenen, fairen Wettsegelveranstaltung, wie es in der 88 Jahre alten Gründungsurkunde so schön heißt. Die mit CYC und WVF verbundene neue Klassenvereinigung unterstützt deshalb alle Plättenbesitzer bei der Vermessung und Pflege der international beachteten traditionellen Bootsklasse aus dem Chiemgau.

 

 

Georg Klampfleuthner Gedächtnisregatta 2020

Georg Hangel gewinnt erste Plättenregatta der Saison 2020

Am letzten Samstag fand auf der Fraueninsel endlich die aufgrund der Corona-Pandemie bereits einmal verschobene Georg-Klampfleuthner-Gedächtnis Regatta für Chiemseeplätten und Chiemsee-Schratzen statt. Hierfür wurde vom Wassersportverein Fraueninsel e.V. (WVF) als Veranstalter ein entsprechendes Hygienekonzept erstellt, so war z.B. eine Meldung ausschließlich über Internet möglich, die Steuermannsbesprechung entfiel. Der Kursplan könnte über die Homepage des Vereins eingesehen werden.

 

 

Erfreulicherweise hatten trotz der schlechten Wettervorhersage 22 Chiemseeplätten gemeldet, lediglich bei den Chiemseeschratzen war nur ein Teilnehmer gekommen, der dann aber mangels Konkurrenz auf einen Start verzichtete. Von den 22 Chiemseeplätten hatten 12 Plätten einen neuem Meßbrief.

Bei der Georg-Klampfleuthner-Gedächtnis-Regatta, die auch zur Gesamtwertung der Chiemseeplätten-Meisterschaft zählt, wird traditionell der Inselachter gesegelt, d.h. der Kurs geht in einer Acht um Krautinsel und Fraueninsel. Gestartet wird je nach Windrichtung entweder im Inselsee vor dem Clubhaus des WVF oder östlich des Hauptsteges der Fraueninsel.

Da pünktlich zur vorgegebenen Startzeit leichter Westwind wehte, wurde im Bereich des Hauptsteges das Startgebiet aufgebaut und zügig gestartet. Den besten Start erwischte Xaver Stephl vom Segelclub Chiemsee Feldwies, der sich anfangs an die Spitze des Feldes setzte. Auf der Kreuz Richtung Herreninsel zwischen der Fraueninsel und der Krautinsel hindurch übernahm dann aber Friedl Liese (WVF) die Führung und rundete als Erster die Boje zwischen Krautinsel und Herreninsel. Diese Führung liess er sich auch bis ins Ziel nicht mehr nehmen, zweiter im Ziel wurde Xaver Stephl vom SCCF vor Georg Hangel, ebenfalls SCCF.

Der ehemalige Wirt der Linde Sebastian Obermaier (WVF) lief als 4. Schiff ins Ziel ein, sehr erfreulich war auch der 5. Platz des jüngsten Teilnehmers und Plättenneulings Marinus Grunewaldt vom CYC. Der 1. Vorsitzende der Klassenvereinigung der Chiemseeplätten Peter Heistracher wurde siebter in der Gesamtwertung. Der Inselbürgermeister Armin Krämmer wurde 15. bei seiner ersten Plättenregatta. Dass die Regatta durchaus anspruchsvoll war, zeigten einige Kenterungen bzw. Aufgaben von Teilnehmern.

 

 

Es wurde dann versucht, noch eine weitere Wettfahrt zu segeln. Da jedoch die Starkwind- warnung eingeschaltet wurde und sowohl im Süden als auch im Norden des Sees dunkle Wolken aufzogen, entschloss sich die Wettfahrtleitung unter Hannes Niggl vom WVF den Startversuch abzubrechen und die Segler in die Häfen zu schicken.

Ein Großteil der Regatten musste heuer abgesagt werden, bei den Chiemseeplätten war es die erste Regatta, die in diesem Jahr stattfinden konnte. Als weitere Regatten stehen noch der E. v. Beulwitz Preis am 13. Sept. im CYC auf dem Progamm sowie als Abschluss der Saison der Lindchen Cup am 3. Oktober wieder auf der Fraueninsel.

Die Ergebnisse:
Chiemseeplätten mit Meßbrief: 1. Georg Hangl, SCCF; 2. Peter Heistracher, WVF; 3. Gerald Metz, WVF; 4. Georg Wieland; 5. Richard Heistracher, WVF; 6. Klaus Ballerstedt, SRV; 7. Dr. Matthias Gebauer, CYC; 8. Hanns-Christian Schwankner, SRV; 9. Armin Krämmer, WVF; 10. Rafael Betzler, WVF;

Chiemseeplätten ohne Meßbrief: 1. Friedl Liese, WVF; 2. Xaver Stephl, SCCF; 3. Sebastian Obermaier, WVF; 4. Marinus Grunewaldt, CYC; 5. Richard Kuchler, CYC; 6. Dr. Cornelia Stapff, YCU; 7. Michael Staudt; 8. Tobias Niggl, WVF; 9. Trixi Huff, CYC

Lindenblatt 2019

Lindenblatt der Finn mit internationaler Beteiligung

Am vergangenen Wochenende trafen sich 14 Finnsegler auf der Fraueninsel zur Finnregatta Lindenblatt, das nun schon seit mehr als 50 Jahren regelmässig auf der Insel ausgesegelt wird. Die ersten Teilnehmer reisten bereits am Freitag an, um sich auf dieses Event vorbereiten zu können. Neben einem Finnsegler aus Österreich waren auch zwei Segler vom Kalterer See aus Südtirol gekommen.

Leider konnte am Samstag bei traumhaften Wetter nicht gesegelt werden, da dem Wetter entsprechend kein Wind wehte. Am Sonntag sah es zur geplanten Startzeit ebenfalls nicht besser aus. Dann setzte sich jedoch ungewöhnlich spät ein leichter Südwind durch, der vom Wettfahrtleiter Hannes Niggl sofort genutzt wurde. Die erste Wettfahrt, die zwar abgekürzt werden musste, gewann Jürgen Eiermann vom Segelverein Biblis vor Martin Mitter vom WVF und Bernd Moser aus Salzburg.

Danach schien es, dass der Wind sein letztes Lüftchen ausgehaucht hatte und mit zunehmender Temperatur endgültig einschlafen würde, so dass sich die Teilnehmer bereits Richtung Hafen orientierten, als völlig unerwartet ein kräftiger Westwind einsetzte.

So konnte kurz vor Ende der Startbereitschaft noch eine zweite Wettfahrt bei frischem Wind gestartet werden. Sieger wurde wieder Jürgen Eiermann vor Bernd Moser und Andreas Bollongino vom Bodensee.

Somit gewann Jürgen Eiermann auch die Gesamtwertung, den zweiten Platz sicherte sich Bernd Moser. Auf den dritten Platz vorgeschlichen hatte sich noch Herbert Straub vom Starnberger See, der durch den besseren Platz in der zweiten Wettfahrt den punktgleichen Gerd Hübner auf den 4. Platz verdrängte.

Weitsee-Rennerts 2019

Melderekord: 92 Teilnehmer beim Weitsee-Rennerts 2019 an der Fraueninsel

Wie ein Spiegel lag der Chiemsee vor dem Start der Wettfahrt. Erst nach fast zwei Stunden Wartezeit konnte Wettfahrtleiter Hannes Niggl das 92 Boote starke Feld auf den Kurs schicken.

Bericht zum Weitsee Rennerts 2019

Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel ist der vorletzte Lauf der Chiemsee-Meisterschaft und deshalb wird es immer spannender, wer die Chiemsee Meisterschaft gewinnen wird. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass einige Favoriten schon vorzeitig die Segel streichen und ihre Hoffnung auf den Gesamtsieg begraben müssen.

Während der Woche vor der Regatta zeichnete sich bei den Meldungen ein neuer Melderekord ab. Letztlich fanden sich dann 92 Schiffe mit Mannschaft am Samstag früh zum Weißwurst-Frühstück auf der Fraueninsel ein. Angekündigt war leichter Wind aus umlaufenden Richtungen für den ganzen Tag, was für den Segler keine wünschenswerten Bedingungen sind. Nach der Steuermannsbesprechung um 10.00 Uhr hieß es, zügig auszulaufen um das Startgebiet zu erreichen, das auf der anderen Seite der Insel lag. Zwar erreichten die Schiffe dieses Mal großteils rechtzeitig das Startgebiet, trotzdem musste der Wettfahrtleiter Hannes Niggl das Signal für eine Startverschiebung setzen, da an einen Start mit reellen Bedingungen nicht zu denken war. Es ging ein leichter Wind, der aber ständig zwischen Südost und West hin und her schwankte, so dass es nicht möglich war, eine vernünftige Startlinie aufzubauen.

Das Weitsee Rennerts weicht von den anderen Läufen der Chiemsee Meisterschaft ab, da es vom Kurs her der einzige Lauf ist, bei dem ein klassischer Kurs wie bei den Einheits- klassenregatten, nämlich ein Up and Down gesegelt wird. Die Startlinie muss lotrecht zum Wind ausgelegt werden und die Luvtonne genau in Windrichtung. Nach vielen Versuchen, einen Kurs auszulegen, konnte endlich nach fast zwei Stunden des Wartens eine Startlinie aufgebaut und die Wettfahrt gestartet werden. Trotz der sehr unterschiedlichen Schiffe gelang der Start gleich aufs erste Mal, allerdings waren zwei Schiffe zu früh gestartet und mussten deshalb umdrehen bzw. wurden wegen Frühstarts disqualifiziert. Vornweg waren die schnellen Katamarane und die großen Sportyachten. Die ersten Schiffe an der 1. Bahnmarke waren die Catamarane, nämlich Florian Meier/Reinhard Egner auf C-Cat, Thomas Frank auf Flyer XL und Friedl Liese mit seinem Hurricane, erst dann folgten die ersten Einrumpfboote.

Der Up and Down Kurs war zweimal zu umrunden, es gab harte Positionskämpfe um die führenden Plätze, trotzdem gab es nur geringe Verschiebungen in den Positionen. Erstes Schiff im Ziel war dann nach gut einer Stunde gesegelter Zeit Robert Egner vom Segelclub Simsee auf seinem Foil Flyer vor seinem Clubkameraden Florian Meier auf dem C-Cat und Thomas Frank und Friedl Liese vom WVF.

Erstes Schiff im Ziel bei den Einrumpfbooten wurde Hans-Jürgen Koch vom WVF auf Asso 99 vor Hinz Schmid vom CYC und Luitpold von Bayern vom Bayerischen Yachtclub auf seiner Asso 99. Der bis dahin zwar drehende aber doch konstante Westwind flaute nach ca. 2 Stunden deutlich ab, so dass eine größere Lücke im Zieleinlauf entstand und sich eine lange Wettfahrt abzeichnete. Das letzte Schiff überquerte erst nach fast 4 Stunden die Ziellinie.

  • In der Gruppe der Mehrrumpfboote siegte nach berechneter Zeit Robert Egner vom SRS vor Thomas Frank (CYC) und Florian Meier (DCC).
  • In der Gruppe der Rennyachten siegte Hans-Jürgen Koch vom WVF vor Peter Wernsdörfer vom BSCF und Peter Lutz vom YCU.
  • In der Gruppe der Performance Yachten gewann Richard Buchecker vom CYC vor Michaela Jansen (CYC) und Frank Eisheuer (SCPC).
  • In der Gruppe der Cupper siegte erstmals Sepp Mittermaier vom SCCF vor Werner Kuhlmann vom SVGH auf einer Dehler 34 und dem amtierenden Chiemsee-Meister Richard Buchner.
  • Bei den Racern gewann Arndt Brendecke vom SCCF vor Gerhard Inninger (BSCF) und Bernhard Daxenberger vom SCBC.
  • In der Gruppe der Einheitsklasse siegte Max Fröhlich auf seiner Tempest vor Thomas von Berge mit dem H-Boot und Harald Leissl mit seinem Star.
  • Bei der Gruppe der J 80 gewann Timo Elfes vom DHH, zweiter wurde Klaus Schreil vom SCCF und dritter Stefan Gronwald, ebenfalls DHH.
  • Die Gesamtwertung als schnellstes Schiff nach berechneter Zeit ging heuer an Hans-Jürgen Koch auf seiner Asso 99, der damit gleichzeitig auch Clubmeister des WVF wurde.

In der Gesamtwertung der Chiemsee-Meisterschaft führt jetzt nach 6 absolvierten Regatten Klaus Schreil vom SCCF auf seiner J 80. Zweiter in der Gesamtwertung ist Peter Wernsdörfer mit seiner 20 qm Rennjolle und dritter die Mannschaft um Timo Elfes vom DHH wieder mit einer J 80. Die Entscheidung muss also die letzte Regatta der Chiemsee-Meisterschaft, nämlich der Drei-Buchten-Törn des Segelclub Breitbrunns Anfang September bringen.

Chiemseemeisterschaft – die Vorletzte und alles noch offen!

Einen ganz persönlichen Regattabericht von Konrad Bauersachs finden Sie unter diesem Link!

Asso 99 German Open 2019

Prinz Luitpold gewinnt Deutsche Meisterschaft auf der Fraueninsel

Die Regattasaison auf der Fraueninsel startete am vergangen Wochenende mit der Deutschen Bestenermittlung der Klasse Asso 99, jeweils mit 6 Mann Besatzung gesegelt. Als zweite Bootsklasse waren die Joker am Start. Beides sind Schiffe, die ihren Schwerpunkt früher am Gardasee hatten, auch dort gebaut wurden und bekannt sind für Mannschaftssport und hohes Geschwindigkeitspotential bei Wind. Insgesamt waren ca. 85 Segler und Seglerinnen am Start, darunter ehemalige Olympiateilnehmer, Welt- und Europameister in verschiedenen Klassen und aktive Bundesligasegler. Auch eine reine Frauenmannschaft sowie eine Mannschaft aus der Schweiz fand den Weg an den Chiemsee.

Bei den Asso 99 hatten 11 Schiffe gemeldet, bei den Jokern waren es leider nur 3 Meldungen.

Nach Einkranen der Schiffe in Prien-Harras beim CYC und Schlepp auf die Fraueninsel wurden die Teilnehmer vom Vereinsvorstand Charly Zipfer begrüßt und dabei auch dem Spender für das von der Brauerei Kaltenberg gestiftete Freibier gedankt.

Der 1. Start der Asso Klasse war für Donnerstag um 13.30 Uhr vorgesehen, aber schon bei der Steuermannsbesprechung zeichnete sich ab, dass der Wind noch auf sich warten lassen würde. Spät am Nachmittag kam dann leichter Südwind auf, der Wettfahrtleiter ließ das Regattafeld sofort auslaufen und startete die 1. Wettfahrt. Da der Wind jedoch immer schwächer wurde, musste die Wettfahrt nach der ersten Runde abgebrochen werden, sehr zum Leid des führenden Schiffes vom Bayerischen Yacht Club (BYC).

Am zweiten Wettfahrttag zeichnete sich schon bald ein leichter, aber stabiler Wind aus Ost ab, so dass der Wettfahrtleiter Hannes Niggl vom WVF die Schiffe auslaufen ließ. So konnten am zweiten Wettfahrttag dann 3 Regatten gesegelt werden, wobei die Reihenfolge der Zieleinläufe bei den einzelnen Regatten stark durcheinander gewürfelt wurde. Die 1. Wettfahrt gewann SKH Prinz Luitpold von Bayern vom BYC, die 2. Wettfahrt dann Hans-Jürgen Koch mit Familiencrew vom WVF und die 3. Wettfahrt an diesem Tag gewann Christoph Müller vom CYC. Christoph Müller, Asso 99 Europameister, der mit einem Teil der Bundesligamannschaft vom CYC antrat, hatte dann auch die Gesamtführung nach dem 2. Wettfahrttag inne.

Der Sonntag musste jetzt die Entscheidung bringen. Nach kurzer Startverschiebung kam erneut das Signal zum Auslaufen und bei leichtem Ostwind wurden 2 weitere Wettfahrten gesegelt. Eine dritte Wettfahrt war wegen Überschreitung des Zeitlimits nicht mehr möglich. Die vierte Wettfahrt gewann Kai Krause vom VSaC und die letzte Wettfahrt erneut Prinz Luitpold von Bayern, der damit als Einziger zwei Wettfahrten gewinnen konnte.

Prinz Luitpold von Bayern, ehemaliger Olympiateilnehmer und mehrfacher deutscher Meister konnte damit auch die Gesamtwertung bei der diesjährigen Deutschen Bestenermittlung ersegeln und somit den von ihm gestifteten Wanderpreis von der Porzellanfabrik Nymphenburg mit nach Hause nehmen. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Christoph Müller vor Hans-Jürgen Koch, die Damenmannschaft kam heuer leider nicht über einen 5 Platz hinaus.

Bei den Jokern ging der Sieg an die Mannschaft von Sebastian Seeberger vom SRV vor Robert Kolbinger, ebenfalls SRV.

Trotz spannender Rennen mit brisanten Tonnenrundungen und knappen Zieleinläufen wurde insgesamt sehr fair gesegelt, was sich auch an nur einem einzigen Protest zeigte. Die Regattaorganisation und Wettfahrtleitung war ausgezeichnet und auf höchstem sportlichen Niveau und auch die Verpflegung der Segler durch die ehrenamtlichen Helfer war hervorragend.

Lindchen Cup 2018

Stürmisches Saisonfinale

Den Abschluss der diesjährigen Segelsaison auf der Fraueninsel bildete der Lindchen Cup für Chiemsee Plätten und Chiemsee Schratzen. Die Wettervorhersage hatte ausreichend Wind angekündigt. Beim morgendlichen Blick auf den See bestätigte sich diese Wind- und Wetterprognose. Düster, grimmig, wolkenverhangen, so zeigte sich das Bayerische Meer. Aus allen Richtungen strebten die Segler zur Fraueninsel, teils im Schleppzug, teils mit dem Wind in stürmischer Fahrt.

Dieses Mal erreichten alle Teilnehmer wohlbehalten die Fraueninsel, wo in fröhlicher Runde das Meldeprocedere in der Linde stattfand. Der Vorstand des WVF Charly Zipfer begrüßte im Namen des Gastgebers Wasti Obermayer die Segler, erläuterte die Wettfahrtbedingungen und die Regeln für das Plättentoto. Dann wurden die Gruppen zusammengelost und schließlich stärkten sich die Segler beim Mittagessen.

Nachdem alle Teilnehmer den traditionellen Entenbraten verspeist hatten, begaben sich die Segler zu ihren Schiffen, der Wind blies mit ca. 3 Windstärken aus West mit Böen bis 5 BF.

Gemeldet hatten 39 Plätten und 6 Schratzen, wobei ein Schratz bereits beim Auslaufen kenterte und eine Plätte bei der Vorbereitung zum Start, eine weitere Plätte konnte wegen Ruderbruch nicht teilnehmen.

Wie bei der Steuermannsbesprechung angekündigt wurde das Startgebiet aus Sicherheits-gründen vom Wettfahrtleiter Hannes Niggl im Inselsee aufgebaut und die Wettfahrt zügig gestartet. Gesegelt wurde ein klassischer Dreieckskurs mit 3 Runden. Vom Start weg segelten die Favoriten voraus. Führender an der ersten Tonne war Franz Huber vom WVF vor Rainer Gutjahr vom CYC und Friedl Liese vom WVF. Es entstand ein hartes und umkämpftes Rennen zwischen den beiden Führenden, nach der zweiten Runde hatte Rainer Gutjahr die Nase vorn. Da dann aber der Wind wieder auffrischte, konnte Franz Huber die Führung in der dritten Runde wieder an sich ziehen, die er auch bis in Ziel nicht mehr abgab. Sieger der Wettfahrt wurde somit Franz Huber vor Rainer Gutjahr und Barbara Huber. Die weiteren Platzierungen: 4. Friedl Liese, 5. Georg Hangl (SCCF), 6. Helmut Pfaffenberger (Segelclub Staffelsee), 7. Hans Fenzl (SRV), 8. Thomas Lex vom WVF, 9. Conny Stapff vom YCU und 10. Xaver Stephl vom SCCF

Bei den Schratzen gewann Peter Wernsdörfer vom BSCF vor Anton Weinberger vom WVF.

Abends fand dann in der Linde auf der Fraueninsel die Siegerehrung und gleichzeitig der Saisonabschluss statt, begleitet von der Musikgruppe von Sebastian Plenk.

Der besondere Reiz des Lindchen Cups liegt in der Gruppenwertung und dem Plättentoto, wo es immer wieder zu Überraschungen kommt. Sieger in der Mannschaftswertung wurde die Mannschaft Rainer Gutjahr mit Horst Barhainski, Walter Huber, Barbara Huber, Georg Hangl, Thomas Kraus und Sebastian Obermaier. Zweiter wurde die Mannschaft Richard Kuchler, Franz Huber, Gerhard Bodenmüller, Xaver Stephl, Michael Staudt, Trixi Huff und Harald Korherr.

Gewinner beim Plättentoto mit 4 richtigen Tips wurde Jörg Kirschner.

Gewinner der Plätten-Jahreswertung und damit Chiemsee Meister der Plätten und Gewinner des Eberhard-Hönigl-Gedächtnis-Preises wurde Rainer Gutjahr vom CYC vor dem letztjährigen Sieger Friedl Lise und Helmut Pfaffenberger als Dritter.

Wenn auch die Siegerehrung und Saisonabschlussfeier bis spät in die Nacht dauerte, so kam bei den Anwesenden auch eine gewisse Wehmut auf, da dies das letzte Mal gewesen sein dürfte, dass der Lindchen Cup in dieser Form stattgefunden hat. Dies kam auch bei den abendlichen Ansprachen von Bürgermeister Georg Huber zum Ausdruck, der an die 27 jährige Erfolgsgeschichte der Regatta erinnerte sowie vom Vorstand des WVF, Charly Zipfer, der dem Gastgeber Wasti Obermaier für sein Engagement dankte.

Weitsee-Rennerts 2018:

Die Einrümpfer platzieren sich vor den Cats!

Auf der Fraueninsel trennten den Ersten vom Zweiten nur 12 Sekunden

(ni) Ein unbeständiger Südwind prägte das Weitsee Rennerts des Wassersportvereins Fraueninsel, dem 6. Lauf der Chiemseemeisterschaft. So hatten Wettfahrtleiter Hannes Nickl und Karl Zipfer kein leichtes Amt. Nachdem sie eine Viertelstunde gewartet hatten, bis sich der Wind einigermaßen stabilisiert hatte, starteten sie die 81 Yachten, Mehrrumpfboote und Jollen. Nach der ersten Kreuzstrecke des up und down Kurses, der zweimal zu absolvieren war, führte Robert Egner vom SR Smssee mit seinem Flyer XL das Feld deutlich an. Doch an diesem Tag war kein Vorsprung groß genug. Bei der zweiten Kreuz drehte der Wind von Südwest auf Südost bis Süd und wirbelte die Teilnehmer gehörig durcheinander. Zum Schluss war es wenig ein „Trambahnrennen“, das heißt die Boote konnten direkt das Ziel ansteuern, ohne zu kreuzen. Florian Maier/Reinhard Egner auf C-Cat, Deutscher CatC/SR Simssee, kreuzten nach 01:26.15 als Erste die Ziellinie, vor Uwe Rammelsberger, onesign, YC Libera-Chiemsee. der 01:30:04 Stunden benötigte. Drittschnellster war Hinz Schmid, onedesign, Chiemsee YC, Zeit 01:30:55 Stunden, vor Robert Egner, Flyer XL, SR Simssee, Zeit 01:31:15 Stunden. Sein Clubkamerad Dr. Peter Braun, der lange vorne dabei war, gab entnervt auf. Thomas Frank, ebenfalls Flyer XL, Chiemsee-Club segelte nach 01:34:14 in das Ziel. Hans-Jürgen Koch auf Asso 99, WV Fraueninsel als Gesamtsechster in 01:34:18. Der Letzte erreichte nach 03:03:08 Stunden das Ziel, drei gaben auf.

Nach berechneter Zeit ging es ganz knapp her. Richard Buchner, auf Bavaria34, Irschener Winkl, siegte nach 01:41:15 Stunden, getrennt in der Winzigkeit von 12 Sekunden von Max Fröhlich, Tempest, SC Chiemsee-Feldwies. Knapp hinter den beiden platzierte sich Frank Eisheuer, auf Skippi 650, SC Prien-Chiemsee. In 01:43:05 Stunden ihm folgten innerhalb einer Minute, Joachim Grauer, Toucan, VSaC, Robert Kolbinger, Joker, Seebrucker RV, Bernhard Daxenberger, Maxi, SC Breitbrunn-Chiemsee, Peter Wernsdörfer, 20er Rennjolle, Bernauer SC und Hans-Jürgen Koch, Asso 99, Chiemsee YC. Beste Stimmung herrschte dann an diesem herrlichen, milden Sommerabend bei der Siegesfeier auf der Fraueninsel.

 

Die Ergebnisse

Mehrrumpfboote (5 Cats) 1. Florian Meier, C-Cat, Deutscher Cat-Club. 2. Friedl Liese, Hurricane 6.5, WV Fraueninsel.

Rennyachten (15 Boote) Joachim Grauer, Toucan, VSaC. 2. Robert Kolbinger, Joker, Seebrucker RV. 3. Peter Wernsdörfer, 20er Rennjolle, Bernauer SC. 4. Hans-Jürgen Koch, Asso 99, WV Fraueninsel. 5. Uwe Rammelsburger, onedesign, SC Breitbrunn-Chiemsee.

Performance-Yachten (13 Boote) l. Frank Eisheuer, Skippi 650, SC Prien. 2. Richard Buchecker, Ufo22, Chiemsee YC. 3. William Rauhhaus, FD, SC Breitbrunn-Chiemsee. 4. Meg Engelmann, FD, SC Harras-Prien. 5. Moritz Huber, Delphia 24, SC Breitbrunn-Chiemsee.

Cruiser (16 Boote) 1. Richard Buchner, Bavaria34, SC Irschener Winkl. 2. Henri Gerlach, L 95, Chiremsee YC. 3. Dr. Karl-Heinz Weiss, L 95, Chiemsee YC. 4.Thomas Lechner, Con9, YC Urfahrn. 5, Johannes Bandtlow, 5.5 MR, Seebrucker RV. 6. Christian Dörfler, Lacustre, Chiemsee YC.

Racer (12 Boote) 1. Bernhard Daxenberger, Maxi SC Breitbrunn-Chiemsee. 2. Philipp Lessig, Condor7, WV Gollenshausen. 3. Gerhard Inninger, Tabasco21, Bernauer SC. 4. Hermann Koltringer, SB22 1, SC Mattsee/AUT.

Einheitsklasse (10 Boote) 1. Max Fröhlich, Tempest SC Chiemsee-Feldwies. 2. 2. Stephan Lindner, 1omR, SC Breitbrunn-Chiemsee. 3. Nicole Knauer, Dyas, YG Gollenshausen. 4. Thomas vom Berge, H-Boot, Chiemsee YC.

J 80 (10 Boote) 1. Klaus Schreil, SC Chiemsee-Feldwies. 2. Stephan Zeibig, SC Chiemsee-Feldwies. 3. Antonia Zellner, DH Hochseesport, Regatta. 4. Helmut Becker, DH Hochseesport, Regatta.

Bericht: Gerhard Nissen

Up and down – kreuz und quer

Ein sehr „persönlicher“ Regattabericht zum Weitsee-Rennerts 2018 von Konrad Bauersachs

 

Der sechste Lauf zur Chiemseemeisterschaft hatte alles, was eine Regatta spannend machen kann: Schon während des Schlepps von Seebruck zur Fraueninsel beglückte uns -anders als beim 5. Lauf ein leicht gekräuselter See. Der Wind reichte einem vorbeigleitenden Kat, sich auf die Foils zu stellen. Ganz so schlimm wollten wir acht Teilnehmer es nicht treiben, aber Wind war schon mal eine gute Voraussetzung. Beim Weisswurstfrühstück für die „Carnivoren“ und Kaffee und Kuchen für die „Candyvoren“ kamen die Taschenrechner zum Einsatz: Diskutiert wurde die Frage, wer muss welchen Platz belegen, um -ätschibätsch- an dem oder jenen vorbeizuziehen.

Allzu viel Spielraum für Änderungen an der Spitze gibt’s am Chiemsee eigentlich nicht: Es gibt keine Korallenriffe, auf denen man auflaufen kann und dann der Konkurrenz hinterherschauen muss, keine Riesenkrake kann den ungeliebten Gegner in die greulichen Tiefen des Bayerischen Meeres hinabreißen, kein U-Boot kann kleine oder große Probleme (je nach Bootsklasse) mit einem Torpedo lösen. Bliebe nur noch der direkte Angriff mittschiffs auf einen der unmittelbaren Konkurrenten wie bei der Seeschlacht von Salamis (480 v. Chr. Perser verloren gegen Griechen), mit der Absicht, ihn zu versenken. Hier sollte man vorher sicherheitshalber „Raum“ gebrüllt haben. (Details zu den Folgen solcher Bosheiten siehe Wettfahrtregeln 44.1.b)

Vor dem Weitseerennerts liegen die Buchners scheinbar uneinholbar mit fünf ersten Plätzen vorn, die sechs nächstplatzierten Boote liegen in der Gesamtwertung nur drei Punkte auseinander. Also lag Spannung in der Luft, vor allem, weil mit der Wertung des Weitseerennerts erstmals die Möglichkeit bestand, eine schlechte Platzierung zu streichen. Selbst Hitchcock hätte sich das nicht besser ausdenken können; man sollte drüber nachdenken, vor dem nächsten Weitseerennerts Herztabletten bereitzustellen.

Aber zuerst muss mal gesegelt werden: Charly Zipfer scheuchte uns auf den Vorwindkurs zur Startlinie. Der geplante Up-and-down – Kurs sollte eigentlich das Rennen um den Gesamtsieg noch einmal spannend machen, meint man, denn da sind mehr seglerische Qualitäten gefordert: etwa technisch einwandfreie Wenden oder exakte und vorausschauende Bojenmanöver, anders als auf langen Gennaker- oder Spikursen. Der Wind, der uns seit Seebruck begleitete, bequemte sich nach einem akademischen Viertelstündchen ebenfalls an die Startlinie und los ging’s auf den Kreuzkurs Richtung Fraueninsel. Der Wind hatte offenbar wie die Segler die Frühstückspause genutzt, dabei am Klosterlikör mehr als genippt und konnte sich nicht mehr recht an die Richtung erinnern, aus oder in die er wehen sollte. So folgte auf den ersten Kreuzkurs ein eher halbwindiger Spi- und Gennakerkurs zur Leetonne und aus dem zweiten Kreuzkurs wurde fast ein Anlieger. So viel zum Thema Auslese durch technische Perfektion. Um es kurz zu machen: Der Wind wurde zwar weniger, hielt aber lange genug durch und wirbelte -bildlich- das Feld gründlich durcheinander:

Die Buchners belegen weiterhin den 1. Platz der Gesamtwertung, danach ging’s (wegen der Streichmöglichkeit) munter durcheinander: Max Fröhlich schoß von Platz 27 auf den 2. Platz hoch und war Tagessieger der Einheitsklasse, Daxenberger kletterte von 5 auf 3, „unser“ SRV-Team Bandtlow musste Platz machen und rutschte von Platz 7 auf Platz 10; die Kolbingers von 11 auf 13. Sie belegten aber in der Tageswertung den 2. Platz in ihrer Gruppe noch vor den üblichen verdächtigen Wernsdörfer oder Schmid Hinz. In dieser Gruppe ging es sehr eng zu: Die ersten 7 Boote kamen innerhalb von 5 Minuten (berechnet) ins Ziel! Wer für den 7. Lauf sein Hirn etwas anstrengen will und ein Szenarium konstruiert, bei dem die drei Erstplatzierten jeweils 5 Punkte (nach Streichern) haben, dem sei ein Besuch auf Ulli Finckhs Webseite http://www.finckh.net/ {Linke Reihe – Punktegleichheit} empfohlen. Ganz so einfach ist das nämlich doch nicht, würfeln wäre einfacher.

Nach der Regatta ist vor der Preisverleihung, dazwischen gab’s zur Stärkung Fleisch vom Grill und knackiges Gemüse an Kartoffelsalat mit Baguette und Sonnenuntergang; als Desserts waren Tiramisu und Bienenstich & Co sehr gefragt. Herzlichen Dank den zahlreichen Helfer/Innen an Theke und Grill!

Die Preisverleihung durch Charly Zipfer war wie immer ein beschwingter Abschluss des Regattatages, zur Erheiterung trug bei manchen auch zusätzlich der Klosterlikör bei, den jeder Skipper erhalten hat. Angeblich soll eine Flasche entwendet worden sein; ich vermute mal, dass das nur Rasmus gewesen sein kann.