Herzlich Willkommen beim WVF

Das Clubgelände mit dem WVF-Clubhaus und die Slipgelegenheit des WVF befinden sich an der Westseite der Fraueninsel im Chiemsee, direkt neben dem Gasthaus Inselwirt und der Schwimmsteganlage der Gemeinde Chiemsee. Die Steganlage ist öffentlich.

Der WVF verfügt über keine eigenen – fest reservierten – Wasserliegeplätze. Auswärtige Regattateilnehmer mit Kielbooten haben die Möglichkeit bei der Stippelwerft in Prien, am Gemeindehafen Breitbrunn, beim Segelhafen Seebruck (jeweils gegen Gebühr) oder beim Chiemsee Yacht Club am Harras ihre Boote einzukranen.

Die Fraueninsel wird durch die Chiemssee-Schiffahrt Ludwig Fessler mit dem Festland verbunden. Für die Anreise mit dem Bootstrailer und Wohnmobil steht die Lastenfähre der Gemeinde Chiemsee zur Verfügung. Diese verkehrt werktags regelmäßig zwischen Gstadt und der Fraueninsel, an Wochenenden auf telefonische Anfrage (Tel 0171 – 6830430).

95 Jahre lebendige Vereinsgeschichte

Weder Logbuch noch Fahrtenschreiber berichten uns über die ersten Anfänge des Segelsports am Chiemsee. Eine Gedenktafel im alten Münster für die im Jahre 1879 bei einer Segeltour ertrunkenen Insulaner Georg Müller und Adam Schweiberer, eine Gedenksäule für den Bootseigner und Steuermann des Bootes den tschechischen Maler Stradal, sind die ersten authentischen – wenn auch tragischen – Zeugnisse des Segelbetriebes am Chiemsee. Erst Jahre später wagten sich wieder Segler auf den See: es waren der Kunstmaler Baer und sein Malerkollege Karl Raupp. Die Maler Professor Heim, Prof. Dr. Graf und die jungen Brüder Stickler brachten die Segelei am Chiemsee wieder in Schwung. Sie gehörten zu den „frechen Seglern“ die teilweise mehrmals pro Tag kenterten.

So ging es weiter bis 1913, dem Gründungsjahr des Chiemsee Yacht Club. Die ersten Regatten fanden 1913 und 1914 vor der Fraueninsel statt. Es sollte jedoch noch bis zum Jahr 1920 dauern bis unter der Führung von Lorenz Stephan eine erste lose Verbindung wassersportbegeisterter Freunde entstand, die dann drei Jahre später im Jahr 1923 zur Gründung des Wassersport Verein Fraueninsel führen sollte.

Die wilden 20er und 30er Jahre

Man frönte in den Anfangsjahren nicht nur der Segelei sondern auch allen möglichen anderen Formen des Wassersports: Es wurde gerudert, geschwommen, gesegelt, Seefeste wurden organisiert. Erst Jahre später konzentrierte sich die Tätigkeit fast ausschliesslich auf die Segelei.

Neben der Chiemseeplätte wurde in dieser Zeit vom WVF die 22qm Nationaljolle (J-Jolle) und vor allem die schlanke und elegante 20qm Rennjolle gefördert. Ab dem Jahr 1928 waren Segler von der Insel in diesen Klassen bereits bei den Wettfahrten des Chiemsee Yacht Club vertreten.

In den Jahren zwischen den zwei Weltkriegen reifte nun jener Bootstyp heran, der nicht nur am engsten mit der Geschichte des Vereins verbunden ist, sondern auch das Gesamtbild der Chiemseesegelei entscheidend mit prägte: Die Chiemsee-Plätte. Dieses Flachboot der Inselfischer, das ursprünglich mit einem Seitenschwert ausgestattet war, und mit dem sowohl gerudert als auch gesegelt werden konnte, erhielt 1932 einen einheitlichen Riss. Dem Thema ist unter dem Menüpunkt „Chiemseeplätte“ ein eigenes Kapitel gewidmet.

Die Nachkriegszeit

Wegen des 2. Weltkrieges musste die Vereinstätigkeit bis 1945 ruhen.

Nach Kriegsende wurde 1945 der Verein wieder ins Leben gerufen. Der erste Vorsitzende war Max Marx.

Bereits im Jahr 1946 wurde der Vereinsvorsitz einem Mann übergeben, der diesen bis Zum Jahr 1989 innehaben sollte und der den Verein wie kein zweiter prägte: Unter der Führung von Georg Klampfleuthner sen. wurden im Verein der Kontakt zu den Seglern, selbstlose Bescheidenheit, Traditionsbewußtsein, sportliche Kompetenz und Zuverlässigkeit nicht nur proklamiert sondern auch perfekt praktiziert. Die 43-jährige Amtszeit von Georg Klampfleuthner wurde nur im Jahr 1951 unterbrochen, als Holmer Lex für ein Jahr die Amtsgeschäfte führte.

50er und 60er Jahre : Neubeginn mit neuen Bootsklassen

Als Ende der 5oer Jahre die Teilnehmerzahlen bei den vom WVF veranstalteten Regatten immer geringer wurden – zuletzt waren nur noch 8 bis 12  Plätten am Start – kam man zu der Erkenntnis, dass man aus der Isolation treten müsse. Auch bei den anderen Klassen wie dem Schratz und der als unsterblich geltenden 20qm Rennjolle wurde das Interesse immer geringer. 1959 beschloss man schließlich dem Deutschen Seglerverband beizutreten. Es wurden ein Startprahm und ein Motorboot angeschafft – die finanziellen Hürden schienen fast unüberwindlich, doch Dank der Bereitschaft der Mitglieder sich neuen Entwicklungen zu öffnen wurde vieles erreicht. Die neue Klassenpolitik – ausgerichtet auf Verbands- und olympische Klassen – trug Früchte. Bereits 1963 wurden der „Alpenpokal“ für die schnelle Trapezjolle Korsar und das „Lindenblatt“ für die olympische Finn Dinghy Klasse, das bis heute ausgesegelt wird, ins Leben gerufen.

Die 70er bis 90er Jahre: Mit großen Schritten in die Zukunft

Der sportliche Aufwärtstrend des WVF manifestierte sich in den 70er Jahren vor allem mit dem Bau eines Clubhauses. Dadurch wurden mit Meldestelle und Büro für die Schiedsgericht-Verhandlungen und durch die sanitären Einrichtungen die Voraussetzungen geschaffen, ohne die heute ein Regattabetrieb nicht mehr möglich wäre. Weitere wichtige Veränderungen nahmen in den 70er Jahren ihren Lauf. Die Segler der WVF-Segelgruppe Feldwies gründeten mit dem SCCF ihren eigenen erfolgreichen Verein, auch die Seebrucker Segler des WVF schlossen sich zusammen und gründeten den SRV – heute aus dem Regattageschehen am Chiemsee nicht mehr weg zu denken.

Seglerisch waren die 80er und 90er Jahre geprägt vom Aufkommen der „Klasse Libera“. Hier mischte der WVF von Anfang mit seinem Team „Haumdaucha“ kräftig mit und könnte auf allen Alpenseen unzählige Preise erringen. Nachdem die Haumdaucha 3 an den tiroler Gastronom Joschi Entner verkauft worden war, fand sie bald ein jähes Ende auf der Autobahn. Doch Entner gab nicht auf und ersegelte unter der Flagge des WVF mit drei weiteren „Haumdaucha“-Booten insgesamt 8 mal den Sieg bei der Centomiglia, sowie bei der Bodensee-Rund.

1989 konnte durch großzügige Spenden von Vereinsmitgliedern und durch das Entgegenkommen der Bootswerft Heistracher ein neues Clubschiff angeschafft werden. Getauft auf den Namen des langjährigen 1. Vorsitzenden „Schorsch“ verrichtet es bis heute perfekt seinen Dienst als schneller Bojenleger und Sicherungsboot.

Herausforderungen fürs neue Millennium

Das neue Millennium bringt für den Verein viele neue Aufgaben und große Herausforderungen. Viele der im WVF beheimateten Bootsklassen leiden unter Teilnehmerschwund bei den Regatten, doch seit 2001 leuchtet mit der Chiemsee-Meisterschaft ein neuer Stern am Seglerhimmel. Die neue Regattaserie, die über die Saison verteilt mit sieben Einzelwettfahrten bei verschiedenen Segelvereinen am Chiemsee ausgetragen wird und am Ende den Gesamtsieger und die Gruppensieger ermittelt, wird zum Renner. Sie erfreut sich im 18. Jahr seit ihrer Einführung unverminderter Popularität und ist heute der größte seglerische Breitensport-Event in Bayern.

2007 richtete der WVF als einer von 8 Chiemsee-Segelvereinen den größten Segelsport-Event aus, der je am See stattgefunden hat: Die Audi-Chiemsee-Champions-Week 2007 mit ca 800 aktiven Seglern. Jahrelange Planung ging dem Event voraus, alles war mustergültig vorbereitet, doch dann fehlte der Veranstaltung das Wichtigste: Der Wind. Nach einer Woche vergeblichen Wartens kam am letzten Tag der Wind. Es wurden vier Läufe gesegelt und die Meisterschaft war gerettet.

Ein weiteres Großprojekt war der neue Steg von Gemeinde Chiemsee und WVF. Nach mehrjähriger Planungs- und Genehmigungsphase ging das Projekt 2012 endlich an den Start. Doch der neue Steg stand unter einem unglücklichen Stern. Bereits beim ersten Sturm brachen die Verbindungselemente. Der Steg bllieb über Jahre eine Dauerbaustelle. Der Auftragnehmer verabschiedete sich in die Insolvenz und der Steg kann heute nur in verkleinerter Form weiter betrieben werden.

Unsere Schwerpunkte

Austragung von Regatten
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Ursprung & Heimat der traditionellen Chiemseeplätte
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Grillabende und gemeinsam Feiern
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Seminare & Training
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Warum zum WVF?

Ein traditionsreicher Club mit 95 Jahren Bestand

Der Wassersport-Verein-Fraueninsel besteht bereits seit 1923 und ist damit der zweitälteste Segelverein am Chiemsee und einer der ältesten in Bayern. Große Tradition hat beim WVF die Einheits-Revierklasse „Chiemseeplätte“, die vom Verein 1932 gemeinsam mit dem Chiemsee-Yacht-Club ins Leben gerufen wurde. Die Chiemseeplätte gilt heute als die traditionsreichste und größte Einheitsklasse am See.

Preisgünstige Mitgliedschaft, speziell für Familien

Der WVF betreibt im Gegensatz zu manchen anderen Vereinen am See keine eigenen Liegeplätze und kein regelmäßig bewirtschaftetes Clubhaus. Der Verein ist seglerische Heimat für Freunde der Fraueninsel und Insulaner. Daher ist der Verein in der Lage besonders niedrige Mitgliedsbeiträge zu erheben. Der gesellschaftliche Teil kommt dennoch nicht zu kurz.

Unvergleichliches Ambiente auf der Fraueninsel

Mit seiner Lage an der Westseite der idyllischen Fraueninsel ist der WVF ohne Zweifel der schönstgelegene Segelverein am Chiemsee, was vor allem Romantiker, Traditionalisten und Liebhaber der wunderschönen Chiemseeplätten anspricht.