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Weder Logbuch noch Fahrtenschreiber berichten uns über die ersten Anfänge des Segelsports
hier am Chiemsee. Eine Gedenktafel in dem Jahrhunderte alten Fraueninsler Münster,
für die im Jahre 1879 bei einer Segeltour ertrunkenen Insulaner, eine Gedenksäule
für den Bootseigner und Steuermann des Bootes, sind der erste authentische, wenn auch
recht tragische Bericht über den Segelbetrieb im Raum Frauenwörth.
Doch wenden wir uns dem erfreulicheren Teil der Geschichte zu. Die Fraueninsel, malerisch
und idyllisch, war unter den bildenden Künstlern seit jeher gefragt, und zwar nicht
als Subjekt, sondern auch als Urlaubsdomizil. Die Maler rühmten sich sogar als ihre
eigentlichen Entdecker. Und so wundert es wohl niemanden, dass die ersten Fraueninsler
Segler, wohl auch die ersten Segler überhaupt am Chiemsee, die diese Art der Fortbewegung
rein zum Vergnügen und nicht aus beruflichen Gründen betrieben, unter den Vertretern
von Kunst und Wissenschaft zu suchen sind.

Auszug
aus der Jahrschrift "75 Jahre WVF - 1923 - 1998" Presseveröffentlichung
der Vereinsgeschichte
im pdf-Format zum Download [92 KB]
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